Luisenhütte

In der Luisenhütte Balve-Wocklum, einem Denkmal von nationaler Bedeutung, sind die geschichtlichen Wurzeln der Hüttentechnologie des benachbarten Ruhrgebiets erlebbar. Einzigartig für Deutschland kann hier ein komplettes Hüttenensemble mit Eisengießerei und Umfeld besichtigt werden.

Beschreibung

Die liebevoll restaurierte Luisenhütte ist ein modernes und besucherorientiertes Erlebnismuseum. Das Museum zeigt anschaulich und unter Einbeziehung aller Sinne, wie in der Luisenhütte Eisen hergestellt und zu Gussprodukten weiterverarbeitet wurde.

Der Rundgang folgt dem Weg der Rohstoffe durch die Anlage. Vom Schreiberhäuschen geht es auf dem Möllerboden. Hier heben die Besucher Schubkarren, die mit Eisenerz, Holzkohle und Kalkstein beladen sind, selbst an. Über der Gichtöffnung des Hochofens erzeugen Hitzestrahler Wärme. Ein historischer Tonfilm zeigt, wie die Hüttenknechte den Ofen von oben befüllten. Zehn Meter tiefer, an der offenen Ofenbrust, wird der Abstich des Roheisens effektvoll mit einer Lichtinszenierung und weiteren Hitzestrahlern und Tonfilmausschnitten simuliert: Das glühende Eisen fließt ins Masselbett. Direkt neben dem Hochofen befanden sich in der Abstichhalle sogar schon Pausenräume für die Hüttenarbeiter. Im Gebläsehaus lassen sich das Wasserrad mit den Kolbengebläsen und die Gebläse-Dampfmaschine geräuschvoll in Betrieb nehmen. Weitere Lichtinstallationen sorgen in der Eisengießerei dafür, dass der Eindruck produzierender Schmelzöfen und eines gerade erfolgten Gusses von Zahnrädern und weiteren Gussteilen entsteht.
Abschließend kann man das Erlebte in der ehemaligen Platzknechtswohnung vertiefen. Hier stehen der Film „Feuerstrom des Eisens“ und eine interaktive Computersimulation, die alle Produktionsschritte dreidimensional zeigt, zur Verfügung. Vier Modelle vergleichen die wichtigsten Verhüttungstechniken seit dem Mittelalter miteinander. Abschließend wird in einer kleinen Ahnengalerie kurz die spannende Geschichte der gräflichen Betreiberfamilie von Landsberg-Velen erzählt.

Neben den Gruppenführungen gibt es spezielle museumspädagogische Angebote für Kinder. Die Programme „Vom Eisenerz zum Waffeleisen“ und der Workshop „Feuer und Zinn“ eignen sich für Schulklassen und Kindergeburtstage. Rund um die Luisenhütte gibt es einen Geocaching-Multicache. Interessierte können in der Hüttenschänke GPS-Geräte ausleihen und mit Hilfe eines Flyers auf die digitale Schnitzeljagd gehen.

Besuchsdauer und Kombikarte
Für einen Besuch der Luisenhütte Wocklum sollten Sie sich etwa ein bis eineinhalb Stunden Zeit nehmen. Die Eintrittskarte gilt zugleich für den Besuch des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve im ehemaligen Stabhammer der Luisenhütte.

Neu ab 2016: Kombinierte Führungen durch die Luisenhütte und das Schloss Wocklum. Nähere Informationen und Anfragen hier: Führungen durch die Luisenhütte und Schloss Wocklum

"Luise heizt ein"
Mit dem jährlich stattfindenen Festival "Luise heizt ein" startet die Luisenhütte in die Saison, das Festival findet im Rahmen des Festivalverbundes "Feuer und Wasser - Live in den Fabrikskes" statt.

Eine generelle Veranstaltungsübersicht (Schmiedekurse, Ferienaktionen) erhalten Sie hier: Veranstaltungen in und an der Luisenhütte

Die Luisenhütte ist Ankerpunkt auf der Tälerroute der Europäischen Route der Industriekultur und Attraktion von WasserEisenLand.

Eintrittspreise (inkl. Museum für Vor- und Frühgeschichte)
Erwachsene4,00 €
Ermäßigte2,00 €
Familien (bis zu 2 Erw. zuzüglich Kinder)8,00 €
Gruppentarif Erwachsene je Person3,00 €
Gruppentarif Ermäßigte je Person 1,50 €

Honorare für Führungen bis 25 Personen

  • Dienstags - Freitag: 35,00€ pro Gruppe (zusätzlich zum Eintrittspreis)
  • Samstag, Sonntag + Feiertag: 45,00 € pro Gruppe (zusätzlich zum Eintrittspreis)

Karte & Anreise

Luisenhütte

Bitte geben Sie Ihre Startadresse ein

Reiseauskunft der Deutschen Bahn AG

Geben Sie bitte Ihren gewünschten Abfahrtsort ein. Sie können auch die Straße und Hausnummer mit eingeben, für eine genaue Berechnung der Strecke.